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Hessische familiengeschichtliche Vereinigung e. V.Stammtisch der Bezirksgruppe Odenwald |
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Pressemitteilungen:Pressemitteilung zum 9. Stammtisch in MichelstadtStammtisch der Bezirksgruppe Odenwald, der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung e.V.(Michelstadt)
Im alten Stadtkern von Michelstadt, genauer gesagt im Lokal
"Michelstädter Rathausbräu" traf sich am 25.02.09 die Bezirksgruppe
Odenwald der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. zu
ihrem vierteljährigen Stammtisch. Diesmal konnte Mitorganisator Heiner
Wolf, neben den 26 anwesenden Familienforschern und Interessierten,
gleich zwei Referenten begrüßen, die den Abend mit Ihren Vorträgen
bereicherten. Doch zunächst hieß es Rückschau halten. So konnte Heiner
Wolf berichten, dass im vergangenen Jahr zu den 4 Terminen der
Bezirksgruppe im Durchschnitt über 20 Besucher zu verzeichnen waren.
Zahlreiche interessante Vorträge und Gespräche machten den Stammtisch
zu einem besonderen Anziehungspunkt für Genealogen mit dem Schwerpunkt
Odenwald. Erwin Müller, Leiter der Nicolaus-Matz-Bibliothek (Kirchenbibliothek), entführte kurzerhand die gesamte Versammlung in seine Domäne an den Marktplatz 1. Nach kurzem Fußweg staunten die Besucher nicht schlecht, ob der wertvollen Handschriften, Inkunabeln und weiteren historischen Druckwerken, die den Raum der Bibliothek füllen. Deren Stifter, Nicolaus Matz (geb. um 1443, gest. um 1513), war ein echter "Michelstädter Bub" und als Rektor der Universität Freiburg und Domherr zu Speyer zu Ansehen und Geld gekommen. Er vermachte am 8. Dezember 1499 seine 117 Bücher umfassende private Büchersammlung der Kirchengemeinde Michelstadt, mit der Auflage diese als öffentliche Bibliothek jedem der Lesen und Schreiben konnte zugänglich zu machen. Über die Jahrhunderte ist die Bibliothek durch Spenden vor allem der Erbacher Grafenhäuser auf ca. 3.000 Bände mit über 4.000 Büchern angewachsen. Die meisten Bücher beschäftigen sich zeitgemäß mit der Theologie und der Juristenei. Das älteste Buch ist eine handgeschriebene Bibel aus dem Jahr 1460, das persönliche Exemplar von Nicolaus Matz. Besonders von Interesse für die Familienforschung sind die in der Bibliothek vorhandenen Leichenpredigten. So konnte Herr Müller der Gruppe die Leichenpredigt des Hofapothekers Jakob Odenwald aus dem Jahr 1781 vorstellen. Mit freundlicher Bestimmtheit verwahrte sich Erwin Müller gegen den Einwurf ein Buchmuseum zu betreiben: "Die Nicolaus-Matz-Bibliothek ist lebendig und ein Ort aktivster Forschung", so Müller. Dies bezeugen die regelmäßigen Veröffentlichungen zu Forschungsarbeiten und Beständen dieser einmaligen Bibliothek. Nach diesem Einblick in eine bibliophile Schatzkammer und dem Rückmarsch zum Versammlungsort, referierte Norbert Allmann vom Heimat- und Touristikvereins Vielbrunn e.V. über das Gerichtswesen in Vielbrunn und der Cent Lützelbach vergangener Jahrhunderte. So sprach er das Geheimnis der Vielbrunner Gerichtsstühle im Hainhaus genauso an, wie er über den tatsächlichen Ablauf eines Buß- und Haingerichts aufklärte. Besonders die territorial sehr verzwickte Geschichte Vielbrunns und der Herrschaft Breuberg gaben immer wieder Anlass zu rechtlichen Problemen. Aber auch die einfachen Dinge des Alltags, wie Verpachtung von Gemeindeland, Obstbäumen und Wald, die Vergabe des Faselochsen und öffentlicher Ämter waren Aufgaben des Haingerichts. Ein Meilenstein in seiner Forschung war hier natürlich das wieder entdeckte Saalbuch Vielbrunn. Das Buch aus der Mitte des 18. Jahrhunderts gewährt Einblick in das Rechtssystem und die Lebensweise unserer Vorfahren. Dies alles führte schlussendlich dazu, dass sich der Heimat- und Geschichtsverein Vielbrunn e.V. gemeinsam mit dem Ortsbeirat Vielbrunn für die Gestaltung des neuen Dorfplatzes, angelehnt an einen alten Haingerichtsplatz, aussprachen. Mit Engagement der Dorfbevölkerung wurde das Projekt realisiert und wird im Mai diesem Jahres eingeweiht werden. Holger Weber Das Darmstäder Echo schickte einen Reporter zu 8. Stammtisch im November und am 1. Dezember 2009 erschien folgender Artikel:(Bild doppelklicken)Auch erschienen im Echo-Online Kurzzusammenfassung und Vortrag >> weiter Zum 7. Stammtisch am 13. August 2009 erschien folgender Artikel
Andreas Stephan Den ganzen Artikel finden Sie hier >> Echo-Online (leider mittlerweile offline)Zum 6. Stammtisch am 14. Mai 2009 erschien folgender Artikel
Holger Weber Den ganzen Artikel finden Sie hier >> Echo-Online (leider mittlerweile offline)5. Stammtisch der Bezirksgruppe Odenwald 2009(Reinheim) Im alten Stadtkern von Reinheim, genauer gesagt im "Gasthof Zum Kühlen Grund" traf sich am 12.02.09 die Bezirksgruppe Odenwald der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. zu ihrem vierteljährigen Stammtisch. Diesmal konnte Mitorganisator Heiner Wolf gleich zwei Referenten begrüßen, die den Abend mit Ihren Vorträgen bereicherten. Doch zunächst hieß es Rückschau halten. So konnte Heiner Wolf berichten, dass im vergangenen Jahr zu den 4 Terminen der Bezirksgruppe im Durchschnitt 16 Besucher zu verzeichnen waren. Zahlreiche interessante Vorträge und Gespräche machten den Stammtisch zu einem besonderen Anziehungspunkt für Genealogen mit dem Schwerpunkt Odenwald. Wilhelm Stuckert ein bekannter Familienforscher und Hobby-Historiker aus Reinheim, der bereits viele Veröffentlichungen zur Heimatgeschichte verfasst hat, gab einen gekonnten Einblick in sein Werk und referierte über die Historie seiner Heimatstadt. 1260 erstmals erwähnt, erhielt Reinheim 1300 Stadtrechte. Umgeben war Alt-Reinheim mit einer Stadtmauer, Wassergraben, Wallanlagen, sowie eine Festung. Zu Reinheim gehören seit altersher die Kernstadt selbst, die Vorstadt und Überau. Früher zur Obergrafschaft Katzenelnbogen gehörig, wechselte Reinheim nach aussterben des Grafengeschlechtes zur Landgrafschaft Hessen. Nach diesem Einblick in die Geschichte der gastgebenden Stadt, referierte Jürgen Woodfin über die DNA-Genealogie, eine neue Ergänzung zur klassischen Familienforschung. Bedingt durch fehlende Dokumente kann es passieren, dass Fragen zur Herkunft der Familie oder zur verwandtschaftlichen Beziehung von Familienstämmen unbeantwortet bleiben müssen. Hier kann die DNA-Analyse helfen. Die bekannteste und einfachste solcher Analysen ist der sogenannte "Vaterschafts-Test". Weit darüber hinaus gehen die Angebote einer Schweizer Firma, die mit ihren Produkten Vater- und Mutter-Linien ermitteln und durch eine umfangreiche Datenbank vergleiche mit anderen Proben möglich machen. So lassen sich Namenslinien zusammenführen, die eigene Person zu so genannten Urvölkern zuordnen und Verwandte auf der ganzen Welt finden. Natürlich ist eine solche Forschung nicht gerade billig, zwischen ca. 100,-- € und ca. 600,-- € muss der Forscher investieren, um entsprechende Antwort erhalten zu können. Holger Weber 4. Stammtisch der Bezirksgruppe Odenwald, der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. Im schönen
Gammelsbachtal, genauer gesagt im "Gasthof Zur Krone" traf sich am
06.11.08 wieder die Bezirksgruppe Odenwald der Hessischen
familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. zu ihrem vierteljährigen
Stammtisch. Diesmal konnte Mitorganisator Heiner Wolf wieder
Familienforscher aus dem Badischen Odenwald begrüßen. Fritz
Müßig, Rudolf Lörch, sowie Ruth und Hans Witzel vom
Arbeitskreis Genealogie & Heraldik der VHS in Mosbach/Baden waren
nach Gammelsbach gekommen und überbrachten die Grüße
der Badischen Familienforscher.
Annemarie Gutjahr aus Beerfelden referierte über ihre Heimatstadt und konnte der Versammlung viel wissenswertes und interessantes berichten. So wurde Beerfelden im Jahre 1032 erstmals unter dem Namen "Burrifelden" im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt und schon früh war Beerfelden ein bedeutender Mittelpunkt an der Kreuzung von Handelswegen zwischen Rhein, Main und Neckar. Am 25. Juni 1328 wurde Beerfelden (damals "Baurenfelden" geschrieben) von Kaiser Ludwig dem Bayer in Tibur, dem heutigen Tivoli bei Rom, die Stadtrechte verliehen. 1597 wurde für das Zentgericht Beerfelden ein neuer Galgen errichtet. Dieser "dreischläfrige" Galgen eröffnete die Möglichkeit, dass gleich mehrere Delinquenten auf einmal gehängt werden konnten. Er ist heute einer der besterhaltenen Galgen seiner Art in Deutschland und die schöne Aussicht, die man von seinem Standort aus über die Odenwaldhöhen hat, sollten den Verurteilten damals den Abschied vom Leben noch schwerer machen. Am 29. April 1810 ereignete sich für Beerfelden die größte Katastrophe seiner Geschichte. Am diesem Sonntag entstand nach längerem trockenen Wetter in einem Anwesen in der Nähe der Mümlingquelle ein Kaminbrand. Zunächst nahm man dies nicht sonderlich Ernst, doch durch einen rasch aufkommenden starken Wind angefacht und begünstigt durch die engen Gassen und die meist mit Stroh gedeckten Dächer, weitete sich das Feuer rasch aus. Von den 237 Wohnhäusern in Beerfelden wurden 181 in Schutt und Asche gelegt, einschließlich Kirche und Rathaus sowie 97 Scheunen und 27 Nebengebäude. Von der Kirche blieb wie durch ein Wunder die Sakristei mit verschont. Somit wurden durch eine glückliche Fügung die Kirchenbücher erhalten. Dank auswärtiger Hilfen konnte der Wiederaufbau in weniger als zwei Jahren erfolgen. Die Straßen wurden nun breiter angelegt und die Häuser mit größeren Zwischenräumen gebaut und alle mit Ziegel gedeckt. Heute kämpft Beerfelden darum nicht nur ein angenehmer Wohnort, sondern auch ein attraktiver Standort für die Wirtschaft zu bleiben. Diesen kurzweiligen und spannenden Ausführungen von Frau Gutjahr schloss sich eine rege Diskussion an, die wieder einmal bestätigte, dass die Genealogie keine isolierte Wissenschaft oder Hobby ist. Vielmehr spielen in die Forschungen stets Lokalhistorie und Weltgeschehen hinein. Nicht nur die Biografie unserer Ahnen ist durch sie beeinflusst, sondern auch die Erforschung der Vorfahren selbst ist nur dann möglich, wenn Kirchenbücher, Einwohnerlisten und ähnlich wichtige Dokumente die Zeiten überdauerten. Holger Weber
Artikel erschien im Odenwald-Echo vom 14.11.2008
Starkenburger Echo vom 20. August.2008 Dreiländertreffen beim 2. Odenwälder Stammtisch! Am 8. Mai fand der 2te
Stammtisch der Bezirksgruppe Odenwald, der Hessischen
familiengeschichtlichen Vereinigung (HfV) e.V., im Hotel Weyrich in
Vielbrunn statt. Nach der Begrüßung durch Heinrich Wolf, den
Ansprechpartner der Bezirksgruppe, erfolgte eine kurze Einführung
in die Geschichte des Dorfes und des Kirchspiels Vielbrunn durch
Kirchenarchivar Holger Weber. Der Vielbrunner Ortsvorsteher Reinhold
Koch überbrachte die Grüße der Dorfgemeinschaft und
führte an einem Beispiel aus seinem eigenen Umfeld aus, dass
Familienforschung regelrecht völkerverbindend sein kann. So hatte
durch seine Vermittlung und die Arbeit der Bezirksgruppe Odenwald, eine
Holländerin Ihre familiären Wurzeln in Vielbrunn finden
können. Fritz Müßig aus Haßmersheim
übermittelte als Organisator des Arbeitskreises Genealogie an der
VHS Mosbach die Grüße der Badischen Familienforscher und
Theodor Stolzenberg aus Weilbach grüßte von den
bayerischen Genealogen, so wurde kurzerhand aus diesem Stammtisch ein
wahres Dreiländer-Treffen der Odenwälder
Familienforscher. Andreas Stephan, Mitorganisator der Bezirksgruppe,
stellte in einem Vortrag die neu gestaltete Homepage der Gruppe vor
(www.ourewald.de/stammtisch) und informierte über das Projekt
Digitale Bibliothek (DigiBib) innerhalb des Internetportals GenWiki.
Ziel dieses Projektes ist die digitale Erfassung genealogisch und ortsgeschichtlich relevanter Literatur, deren Urheberrecht abgelaufen ist. Übernommen wird dies durch Buchpaten, die die Bücher dort einstellen oder/und transkribieren. Innerhalb von DigiBib hat es sich Andreas Stephan zur Aufgabe gemacht, den sogenannten "Praetorius" zu bearbeiten. Eigentlich unter dem Namen "Kirchenbücher und Standesregister für alle Wohnplätze im Land Hessen" im Jahre 1939 erschienen, ist es den meisten Genealogen jedoch besser unter dem Namen seines Verfassers Prof. Otfried Praetorius bekannt. Familienforscher Herbert Koschorrek nutze diesen Vortrag, um auf die Situation der Evangelischen und Katholischen Kirchenbücher im Odenwald hinzuweisen. Immer mehr Kirchenbücher werden den Zentralarchiven der Bistümer und Landeskirchen übergeben, was zwar einen bessern Schutz dieser wertvollen historischen Dokumente bedeutet, aber die Arbeit eines Hobby-Genealogen natürlich erschwert. Nach all diesen Informationen und regen Diskussionen ließen die Familienforscher diesen Hessisch-Badisch-Bayerischen Familienforscher-Stammtisch in geselliger Runde ausklingen. HolgerWeber Nach
längerer Zeit der
Abstinenz bietet die Regionalgruppe Odenwald der Hessischen
Familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. (HFV e.V.) mit dem
Familienforscher-Stammtisch, wieder ein Forum für alle
Hobby-Genealogen mit Schwerpunkt Odenwald an. So treffen sich ab diesem
Februar alle 3 Monate Gleichgesinnte in lockerer Runde um sich
miteinander auszutauschen, gegenseitig Hilfestellung zu geben oder
einfach um Geselligkeit zu pflegen. Anfänger, wie auch
diejenigen,
die sich für das wunderbare Hobby Familienforschung schon
lange
begeistern, sind herzlich willkommen. Treffpunkt für den
ersten
Familienforscher-Stammtisch ist der 14. Februar, 19:30 Uhr, beim
"Gickelswirt" in Wersau. Am 08. Mai findet der Stammtisch im Nebenraum
des "Hotel Weyrich" im Michelstädter Stadtteil Vielbrunn
statt.
Weitere Treffen werden im August in Fürth/Odw. und im November
in
Beerfelden folgen. Durch die verschiedenen Veranstaltungsorte im ganzen
Odenwald erhoffen sich die Initiatoren möglichst vielen
Forschern
aus allen Gebieten unserer schönen Heimat die Teilnahme am
Stammtisch ermöglichen zu können. Anfragen und
Anregungen
können gerne an den Ansprechpartner der
Regionalgruppe,
Herrn Heiner Wolf (0 61 61 - 26 50), gerichtet werden.
Die Regionalgruppe Odenwald der HFV. e.V. freut sich auf Ihr Kommen.
HolgerWeber
Stand 27. Februar.2010 |